Diskursraum.

Diskurs entsteht dort, wo Perspektiven aufeinandertreffen, Selbstverständlichkeiten hinterfragt und Machtverhältnisse sichtbar gemacht werden. Genau dafür möchten wir in unserer STUBE einen Raum öffnen: für Essays, Meinungen, Kommentare und wissenschaftliche Einordnungen.

Hier veröffentlichen Co-Autor:innen Beiträge, die gesellschaftliche Entwicklungen analysieren und Themen wie Politik, Kunst, (Pop-)Kultur, Medien, Wissenschaft und Studies in den Fokus rücken. Damit wollen wir unbequeme Debatten dort führen, wo sie Reibung erzeugen, produktiv irritieren und zur Selbstreflexion anregen.

Dieser Raum ist daher zugleich Einladung und Verantwortung: marginalisierte Stimmen amplifizieren, kritische Perspektiven schärfen, systemisches Denken stärken und interdisziplinäres wie kollaboratives Handeln leben.

76 Jahre Grundgesetz: Über ein Versprechen, das wir uns noch schulden.

Diskussionsbeitrag von Lisa Sebold

Das Grundgesetz wird 76 und Deutschland feiert: mit Reden, Broschüren und Aktionen. Doch wer das Grundgesetz wirklich ernst nimmt, kann sich mit Symbolik nicht zufriedengeben: Menschenwürde, Gleichberechtigung und Teilhabe sind keine Errungenschaften, die man verwaltet, sie sind Versprechen, die täglich neu eingelöst werden müssen.

Dieser Beitrag fragt, warum unsere Erinnerungskultur gewissermaßen zur Ersatzhandlung geworden ist, was Deutschland daraus lernen müsste und warum ein Grundgesetz, das Macht wirklich infrage stellt, unbequem bleiben muss.

23I05I2026 - DE


Warum der 8. März unbequem bleiben muss

Gastbeitrag von Mira Faid

Der Internationale Frauentag entstand aus Arbeiterinnenkämpfen: als politischer Kampftag für Rechte, Löhne und Teilhabe. Heute steht er oft für Symbolik und Diversity-Ästhetik. Doch echte Gleichberechtigung ist noch lange nicht erreicht: Migrantische, Schwarze und muslimische Frauen erleben weiterhin strukturelle Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt, während weibliche Körper in Medizin und Politik gleichzeitig unterforscht und überpolitisiert bleiben.

Dieser Beitrag fragt, warum Solidarität mehr braucht als Einigkeit und warum ein wirklich feministischer 8. März unbequem bleiben muss.

08I03I2026 - DE


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